Das Unternehmen
Im Jahre 1938, aus kleinsten Anfängen heraus, hat damals Engelbert Schneider als Langholz- Fuhrunternehmer den Grundstein gelegt. Im Laufe der nachfolgenden Jahre wurde auf Gemarkung Gruol ein Sandbruch eröffnet und das gewonnene Sandmaterial seinerzeit mit Pferdefuhrwerken in die umliegenden Gemeinden und Städte transportiert.
Geschichte wird gemacht. Von der Vergangenheit zur Gegenwart
1926 Klemens Schneider, der Vater des Firmengründers Engelbert Schneider, beginnt mitten in einer Zeit schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse und Arbeitslosigkeit einen selbständigen Fuhrmannsbetrieb. Gleichzeitig erschließt und betreibt er in bescheidenem Umfang den Sandbruch im Gewann "Xander".

1938 Engelbert Schneider, der jüngste Sohn von Klemens Schneider, erweitert den Sandbruch im "Xander" und gründet damit das heutige Unternehmen.
 1949 Der Steinbruch an der Landesstraße unterhalb der "Unteren Mühle" auf Gemarkung Gruol, wird von der Gemeinde gepachtet, erschlossen und in Betrieb genommen.
In der Zeit nach der Währungsreform nimmt neben der Straßenunterhaltung auch der Straßenneubau seinen Anfang!
Aus dem neuen Steinbruch und Schotterwerk werden erstmals Vorlagsteine und Schottermaterial für den Ausbau der Kreisstraße zwischen Gruol und Stetten geliefert.

Die Kinder Baptist und Engelbert kommen als wertvolle Helfer in den Familienbetrieb und sogar der jüngere Bruder Paulus muß schon teilweise Hand anlegen. 1952 Die fortschreitende Technisierung wurde auch im Transportwesen genutzt. Es wurde der erste LKW angeschafft.

1953 Die nachlassende Ergiebigkeit guten Stein- und Schottermaterials führt zur relativ schnellen Aufgabe und Schließung des Steinbruches in Gruol. 1954 Der stillgelegte Steinbruch der Gemeinde Weildorf und der Hohenz. Landesbahn im Gewann "Butzengraben" wird angepachtet. Wegen unzureichender Straßenerschließung ist der Abtransport des Schottermaterials nur über die Schiene der Hohenz. Landesbahn möglich. Erste größere Investition: Bau einer Zufahrt für Lastkraftwagen entlang des "Butzengrabens".

1956 Sohn Baptist wird die Leitung des Schotterwerks übertragen. Erste Anfänge werden im Tiefbau durch den Kauf einer Caterpillar-Raupe und eines Krupp-Dolberg-Baggers gemacht.

1961 Großer Schaden entsteht durch den Brand der Werkstatt im Steinbruch.
Am 1. 4. 1961 tritt der Schwiegersohn Walter Roth in die Firma ein. Er übernimmt die kaufmännische Leitung.
1962 Der Betrieb verliert den Werkleiter Baptist Schneider, ältester Sohn der Gründerfamilie. Im blühenden Alter von 31 Jahren stirbt er an den Folgen einer Blinddarmentzündung. Er hinterläßt Frau und vier unmündige Kinder.

Im Spätjahr wird mit dem Bau eines Büro-, Lager- und Garagen-Gebäudes begonnen.

1963 Eine moderne 30-to-Fahrzeugwaage wird am Steinbrucheingang installiert. Im gleichen Jahr tritt durch fremdes Verschulden ein großer Sprengschaden ein. Das Werk wird zur Hälfte zerstört.
1964 Aufbau einer neuen, zeitgemäßen Schotterwerksanlage, die eine Ausweitung des Absatzes ermöglicht. Der Betrieb expandiert. Weitere einheimische Arbeitskräfte sind nur schwer zu bekommen. Die Einstellung von ersten türkischen Gastarbeitern wird notwendig. Umwandlung der bisherigen Einzelfirma in eine Kommanditgesellschaft. Vater Engelbert Schneider wird Komplementär; seine vier Söhne und sein Schwiegersohn Kommanditisten. 1965 Der Betrieb erweitert sich um eine Tief- und Wegebauabteilung. 1967 Zur Herstellung des in der Nachfrage steigenden Mineralbetons erhält das Werk eine Dosieranlage. 1968 Flurbereinigungs-Maßnahmen kommen verstärkt zur Durchführung. Dieser Entwicklung trägt der Betrieb durch die Einrichtung einer Dränageabteilung, die mit modernsten Geräten ausgestattet wird, Rechnung.

Das Unternehmen verliert seinen Chef und Gründer. Engelbert Schneider stirbt nach kurzer Krankheit im Alter von 63 Jahren. 1969
Schwiegersohn Walter Roth wird nach dem Tode des Chefs zum persönlich haftenden Gesellschafter der Kommanditgesellschaft bestimmt.
1970
Die Firma öffnet sich dem Straßen- und bituminösen Deckenbau. Der Betrieb wächst weiter. Er zählt bereits 70 Mitarbeiter.

1971
Das elterliche Haus des verstorbenen Firmengründers wird abgebrochen. An gleicher Stelle entsteht das heutige Verwaltungs und Werkstattgebäude im Hanfland 1. 1972
Durch die Vielzahl der im Unternehmen tätigen türkischen und jugoslawischen Gastarbeiter entsteht das Problem der Unterbringung und Familienzusammenführung. Ein
Gastarbeiterheim wird in der Holdergasse neu erstellt, das für 30 Personen Platz bietet.

1973
Umwandlung der Kommanditgesellschaft in eine GmbH & Co. KG mit fünf Gesellschaftern (vier Söhne und der Schwiegersohn des verstorbenen Gründers). 1974
Die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens wird geplant und realisiert. Durch den Bau der Autobahn ist eine Erhöhung der Produktion dringend notwendig. Es entsteht ein neues Schotterwerk mit Aufbereitungsanlagen, das täglich bis zu 4000 to Schotter produzieren kann. Die Kosten belaufen sich auf über 2,4 Millionen Mark. 1975
Der Autobahnbau bringt Umsätze; aber auch Probleme entstehen. Über 50000 to Natursand müssen zur Herstellung von Mineralfrostschutz- und Tragschichten -gemisch aus
dem Rheintal bezogen werden.

Durch den glücklichen Umstand, daß im Schotterwerk ein Bahnanschluß vorhanden war, konnte das Sandmaterial umweltfreundlich über die Schiene in das Werk Haigerloch
transportiert werden.
1976
Von der Gemeinde Dunningen-Seedorf wird das über 30 Jahre alte Buntsandsteinwerk, das von der Gemeinde - dem Heimatort des Geschäftsführers Walter Roth - geführt und betrieben wurde, übernommen.

1980
Durch Überalterung der Anlage wird nach anfänglichen Marktbeobachtungen eine neue Werkhalle erstellt.

1984
Am 12. 12. verstirbt nach längerer Krankheit die hochverehrte Senior-Chefin Fanny Schneider im Alter von 76 Jahren. Sie hinterläßt 9 Kinder, 26 Enkelkinder und 4 Urenkel. Bis zu ihrer Erkrankung hat sie stets mit Interesse das Betriebsgeschehen verfolgt.

An dieser Stelle gedenken wir auch aller Verstorbenen, die unserem Unternehmen angehörten.
1988 Unter dem Titel „Mit Pferdestärken in die Zukunft“ feierte die Firma Schneider ihr 50-jähriges Jubiläum.

Tag der offenen Tür in unserem Schotterwerk im Jubiläumsjahr 1988

Im Jahre 1990 übernahm die Firma Engelbert Schneider GmbH & Co. KG im Haigerlocher Gewerbegebiet „Madertal“ den vorhandenen Baustoffhandel der Firma Thomas Back KG, der weiter ausgebaut wurde.
1995
Die bisherigen Gesellschafter Engelbert Schneider und Otto Schneider scheiden aus der Gesellschaft aus. Walter Roth übernimmt deren Gesellschaftsanteile.
1998
Der bisherige Gesellschafter Klemens Schneider scheidet aus der Gesellschaft aus und Walter Roth übernimmt dessen Gesellschaftsanteile.
2000/2001
Der vorhandenen Baustoffhandel im Gewerbegebiet „Madertal“ in Haigerloch wurde durch einen modernen Anbau erweitert und gleichzeitig ein Außenmustergarten- bzw. Mustermauerwerk mit den selbst hergestellten und vertriebenen Steinarten erstellt.
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